Traisen

Traisental

 

Traisen (Fluss)


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Traisen
Die Traisen zwischen den Orten Traisen und Wilhelmsburg

Die Traisen zwischen den Orten Traisen und Wilhelmsburg

Daten
Lage Niederösterreich, Europa
Länge 80 km
Quelle im Süden am Kernhofer Gscheid, im Südwesten am Traisenberg,
siehe TextVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Quellhöhe 1750 m ü. A.
Mündung Donau beim Kraftwerk Altenwörth48.37222222222215.864166666667180Koordinaten: 48° 22′ 20″ N, 15° 51′ 51″ O
48° 22′ 20″ N, 15° 51′ 51″ O48.37222222222215.864166666667180
Mündungshöhe 180 m ü. A.
Höhenunterschied 1600 m
Flusssystem Donau
Einzugsgebiet 1000 km²
Abflussmenge MQ: 13,5 - 110 m³/s[1]dep1
Rechte Nebenflüsse Gölsen
Mittelstädte St. Pölten
Kleinstädte Türnitz, Hohenberg, Lilienfeld, Traisen, Wilhelmsburg, Herzogenburg, Traismauer
Schiffbar Nicht schiffbar

Die Traisen, die aus den Quellflüssen Türnitzer Traisen und Unrechttraisen gebildet wird, ist ein rechter Nebenfluss der Donau im Süden Niederösterreichs. Die Gölsen ist der einzig größere Nebenfluss.

 

Name 

Der Name des Flusses Traisen geht auf das keltische Wort Tragisama zurück, was soviel bedeutet wie der schnell laufende Fluss. Der Name ist auf einem römerzeitlichem Stein, der in St. Pölten gefunden wurde, überliefert. 

Der Fluss war wiederum direkt oder indirekt Namensgeber für die angrenzenden Orte. Direkter Namensgeber war sie etwa für Traisen und Traismauer, in früherer Zeit ebenfalls für St. Pölten, dessen Name sich mit Treisma ad monasterium Sti Ypoliti im Jahr 976 auf den Fluss beziehen lässt.

 

 

Geografie und Geologie


Der Fluss hat eine Länge von 80 Kilometern und ein Einzugsgebiet von rund 1000 Quadratkilometern, das sich über einen Höhenbereich von 1750 bis herab auf 180 Meter erstreckt und ein Viertel der niederösterreichischen Kalkalpen entwässert. Darunter sind die hohen Kalkstöcke von Gippel und Göller sowie die Bergmassive von Reisalpe, Tirolerkogel, Türnitzer Höger (alle um 1400 m) und der ausgedehnte Block des Traisenberges (1230 m). Das gesamte Flusssystem misst etwa 530 Kilometer Fließgewässer.

 

 

Oberlauf 

Der Fluss entspringt mit zwei Quellflüssen in der Nähe von St. Aegyd am Neuwalde und Türnitz in den Kalkalpen. Der südwestliche Teil heißt Türnitzer Traisen, der südöstliche Unrechttraisen. Die beiden Flüsse sind in ihrer Wassermenge vergleichbar. Im Schnitt führt die Traisen dort 10–15 Kubikmeter pro Sekunde. Der Oberlauf bis etwa Traisen liegt in den Kalkalpendecken.

 

 

Türnitzer Traisen 

Die Türnitzer Traisen auf Höhe Lehenrotte

Die Türnitzer Traisen, der südwestliche Quellfluss, liegt in den nördlichen Kalkalpen. Flussauf des Ortes Türnitz vereinigen sich die Zubringer Türnitz mit einem Durchfluss von 1 m³/s, die nördlich Annaberg bei 47° 52′ 7″ N, 15° 23′ 38″ O47.86871715.393837930 entspringt, und Traisenbach, dessen Quellen am Traisenberg liegen (47° 51′ 2″ N, 15° 25′ 43″ O47.8505715.428743995 und 47° 52′ 39″ N, 15° 34′ 12″ O47.877613215.5700302810), mit 2 m³/s zur Türnitzer Traisen. Der Traisenbach wird als Quellfluss der Traisen angesehen, bis zum Übergang zur Türnitzer Traisen münden als größere Zubringer der Retzbach und der Högerbach in ihn. Bis hier bestehen Gefälle bis zu 30 ‰, der Bach verläuft meist in einem Kerbtal.

Zwischen Türnitz und Dickenau erweitert sich das Tal zu einem Kerbsohlental. Das Gefälle ist mit knapp 7 ‰ weit niedriger als bei den Zubringern, es entstehen flache Gleitufer mit unbewachsenen Schotterbänken und Flachwasserbereichen. Das Umland grenzt etwa niveaugleich an.

Die Türnitzer Traisen verläuft zwischen Dickenau und Freiland in einem engen, gewundenen Sohlental. Das Gefälle ist mit etwa 5 ‰ etwas geringer als das flussauf. Meist entstanden hier Prallufer, die direkt in den Hangwald übergehen. Dadurch sind Unterspülungen und Gehölz- und Wurzelstrukturen vorhanden. Die Türnitzer Traisen hat hier einen Mittleren Durchfluss von 4 m³/s.

 

 

Unrechttraisen 

Die Unrechttraisen nahe der Quelle

Die Unrechttraisen, der südöstliche Quellfluss, entspringt in den nördlichen Kalkalpen 47° 50′ 23″ N, 15° 28′ 24″ O47.83976936373215.47326807447950. In St. Aegyd am Neuwalde vereinigt sich die Unrechttraisen, die am Traisenberg entspringt, mit den Zubringern Weißenbach und dem nahe Kernhof entspringenden Keerbach. Nach diesem Zusammenfluss führt die Unrechttraisen im Durchschnitt 2 m³/s, zuvor fehlt die oberirdische Wasserführung aufgrund Versickerung in den Schotterkörper teilweise völlig. Die Zubringer verlaufen in Kerbtälern mit bereichsweisen Talbodenerweiterungen, das mittlere Talgefälle beträgt 25 ‰ mit lokalen Steilstrecken bis 55 ‰.

Von St. Aegyd bis Untermitterbach durchfließt die Unrechttraisen ein Sohlenkerbtal, bis Hohenberg ein enges Kerbtal. Das mittlere Gefälle ist mit über 11 ‰ verhältnismäßig hoch, jedoch weit geringer als flussauf. Die Ufer sind meist steil, häufig unterspült und dementsprechend reich an Gehölz- und Wurzelstrukturen. Sie grenzen über weite Bereiche direkt an den Hangwald.

Die Situation bis nach Freiland stellt sich ähnlich dar, einzig das Gefälle fällt auf 8,5 ‰ ab. Der Durchfluss beträgt bei der Einmündung etwa 4 m³/s.

 

 

Traisen 

In Freiland fließen die Türnitzer- und Unrechttraisen zusammen. Bis nach Schrambach, wo der Zögersbach mit 0,3 m³/s einmündet, verläuft die Traisen in einem Kerbtal, die Ufer sind überwiegend steil und aufgrund von Unterspülungen reich an Gehölzstrukturen, der Hangwald reicht bis ans Ufer. Bis Lilienfeld folgen Sohlenkerbtäler abwechselnd mit Sohlentälern. Hier bestehen flachere Gleitufer mit unbewachsenen Schotterbänke. Im weiteren Verlauf bis Traisen in einem engen Sohlenkerbtal dominieren Prallufer mit oftmals unterspülten Uferbereichen, die direkt in den Hangwald übergehen. Das Gefälle beträgt hier nur mehr 4,6 ‰, der Durchfluss hat sich auf 8 m³/s vergrößert. Bis zum Ort Traisen durchfließt der Fluss das Kalkalpenvorland.

 

 

Mittellauf

Zwischen Traisen und Wilhelmsburg durchfließt die Traisen die Flyschzone. Der bis zu 800 m breite Talboden ist im Verhältnis zur Flussbreite als breit einzustufen. Das Gefälle ist mit 4,9 ‰ nur unwesentlich höher als flussauf. Es kommt hier zu großflächiger Ufererosionan den Prallufern und Schotterbänken an den Gleitufern. Im Mittellauf münden neben dem größten Zubringer Gölsen der Steubach in Rotheau und der Kreisbach in Wilhelmsburg mit je etwa 0,3 m³/s ein.

 

 

Gölsen 

Die Gölsen bei Wiesenfeld

Die Gölsen entsteht im östlich von Hainfeld liegenden Gstettl aus dem Zusammenfluss von Gerst- und Fliedersbach, die beide ihr größtes Einzugsgebiet in der Flyschzone haben. Im Hainfeld mündet mit dem Ramsaubach der erste größere Zufluss, er entspringt in den Kalkdecken südlich von Ramsau. Hier beträgt der Abfluss bei Mittelwasser weniger als 2 m³/s, das mittlere Gefälle liegt 6 ‰. Der Talboden der Gölsen ist mit 400 bis 500 m Breite im Verhältnis zur Flussbreite relativ breit, es bildet sich eine deutliche Bruchkante zwischen den nahezu senkrechten Prallhangböschungen und dem horizontalen Talboden aus. An den Innenbögen der Mäander befinden sich flache Böschungen, die in breite Schotterbänke übergehen. Das Profil ist bereichsweise bis zu einige Meter in den Talboden eingeschnitten und der Niveauunterschied zwischen Flussbett und Umland groß.

Flussab folgt der größere Halbach, der im Bereich der Kalten Kuchl in den Kalkdecken entspringt und an Kleinzell vorbei nach Rainfeld fließt, wo er in die Gölsen einmündet. Im Bereich von St. Veit folgen der Kerschenbach und der Schwarzenbach, die beide in der Flyschzone entspringen. Ihr Einzugsgebiet ist aufgrund der nur etwa fünf Kilometer entfernte Wasserscheide zur Perschling relativ gering. Der letzte erwähnenswerte Zufluss der Gölsen ist der in Wiesenfeld einmündende Wiesenbach. Er entspringt in den Kalkdecken östlich von Freiland und führt bis zu einem Viertel des Gölsenwassers. Der in diesem Bereich bis zu einige 100 Meter breite Talboden führt zu mit Totholz strukturierten Prallufern und Schotterbänken am Gleitufer. Das Gefälle beträgt 4 ‰, der Abfluss 3,21 m³/s.

 

 

Unterlauf 

Die Traisen bei ihrer Einmündung in die Donau

Im Unterlauf ab Wilhelmsburg durchfließt der Fluss dieTertiärmolasse des Alpenvorlandes in einem bis zu fünf Kilometer breitem Tal und hat nur mehr wenige Zubringer. Diese münden, bis auf den Nadelbach, in die über den gesamten Abschnitt parallel zur Traisen fließenden Mühlbäche ein. Die Mühlbäche, die in Altmannsdorf rechtsufrig und knapp südlich der West Autobahn linksufrig ausgeleitet werden, entnehmen einen Großteil des Mittelwassers. Flussab St. Pölten passiert die Traisen Herzogenburg, nachdem sie Traismauer durchflossen hat mündet sie nach dem Kraftwerk Altenwörth in die Donau. Die Mündung wurde im Zuge des Baues des Donaukraftwerkes Altenwörth um acht Kilometer nach Osten verlegt.

 

 

Wasserqualität 

Gewässerqualität
 Deutlich bis stark verändert
 Guter Zustand
 Sehr guter Zustand

36 Prozent der Traisen entsprechen noch weitgehend dem natürlichen Zustand („sehr guter Zustand“). Damit gehört sie im Oberlauf zu den reinsten Gewässern Österreichs. Weitere 14 Prozent sind als „gut“ zu bezeichnen (keinerlei Flussbau oder energiewirtschaftliche Eingriffe), während 50 Prozent der Gewässerstrecken anthropogen verändert sind.

 

 

Wirtschaft 

 

Energie 

 

Entlang der Traisen wurden schon früh Mühlen gebaut. Durch die häufigen Niedrigwasser und die damit verbundenen Einbußen wurden immer mehr Mühlbäche errichtet (siehe dazau Harlander Coats). Heute bestehen an den Mühlbächen entlang der Traisen 16 Stromerzeugungsanlagen. Diese sind meist nur von sehr geringer Leistung und werden privat betrieben.

 

 

Verkehrs- und Transportweg 

Als Verkehrsweg wurde die Traisen aufgrund ihres sich häufig ändernden Flussbettes nur wenig genutzt. Einzig die Flößerei war lange Zeit weit verbreitet. So wurde das zum Wiederaufbau nach den Größbränden von 1474 und 1512 in St. Pölten benötigte Holz von Lilienfeld und Wilhelmsburg gekauft und über die Traisen getriftet.

Wien wurde ab 1718 von der Traisen aus mit Brennholz versorgt. Die letzten großen Triften fanden um das Jahr 1861 statt. Danach wurden nurmehr geringe Mengen bis nach Lilienfeld transportiert.

 

 

Tourismus 

Für den Sommertourismus sind die Traisentäler wenig geeignet, was vor allem am steilen Gelände und an fehlenden Seen liegt. Zum Bergsteigen und Klettern hingegen finden sich viele lohnende Ziele, von denen einige (trotz längerer Anreise) zu den Wiener Hausbergen zählen:

  • Gippel und teilweise Göller – mit weiter Fernsicht und möglichen Übergängen zum Rax-Schneeberg-Gruppe und zu den Mariazeller Bergen
  • Muckenkogel (1250 m) und Reisalpe (1399 m)
  • Türnitzer Höger (1372 m) und Eibl.
  • Für Wintersport und Schitouren eignen sich fast alle der genannten Berge, in den Tälern verlaufen mehrere Loipen.

Im Traisental sind einige Schauhöhlen, wie etwa jene in der Anthofrotte, zu besichtigen.

 

Insgesamt spielt der Tourismus wirtschaftlich nur eine kleine Rolle, der Bevölkerungsrückgang im Oberlauf beträgt stellenweise mehr als ein Prozent jährlich. Als Gegenmaßnahmen entstehen mancherorts Kulturvereine und es wird verschiedentlich ein Spezialtourismus gefördert.

 

 

Weinbau 

Seit einer Gesetzesnovelle 1995 ist das Traisental das jüngste Weinbaugebiet Österreichs. In der Gegend wurde einer der ältesten österreichischen Weinsamen gefunden, der nachweislich aus der früheren Bronzezeit (zirka 2000 v. Chr.) stammt.

Im untersten Traisental – von der Donau bis zum Raum St. Pölten – ist Weinbau auf sandigen Lössböden und Konglomeraten möglich. Das Weinbaugebiet Traisental umfasst über 770 Hektar Anbaufläche und ist somit das kleinste Österreichs. Im Jahr 2006 wurde das Traisental als erstes DAC-Gebiet für Riesling zugelassen.

 

 

Hochwässer 

Das Landtagsschiff in St. Pölten nach dem Septemberhochwasser 2007

Schneeschmelze und Unwetter haben zusammen mit dem starken Gefälle im Oberlauf und der geringen Widerstandsfähigkeit der Flusssohle in der Vergangenheit immer wieder zu Überschwemmungen geführt. So trat die Traisen zwischen 1541 und 1880 dreizehnmal über die Ufer.

 

 

Historische Hochwässer 

Beim Hochwasser 1897 war auch das Traisental betroffen, St. Pölten und Herzogenburg waren überschwemmt. Besonders verheerend waren die Überflutungen am Oberlauf der Traisen. Die Türnitzer Traisen riss alle Brücken mit sich, die Unrechttraisen nur einige. Alleine in Lilienfeld spülte die Traisen 10 Brücken weg, im Gösental traten vor allem die Zubringer über die Ufer.[Eine Lokalzeitung schrieb damals:

„Auch in St. Pölten verstieg sich am 30. Juli das schmutzige gelbbraune Wasser der Traisen bis in das Weichbild der Stadt. Die ganze Gegend gegen Herzogenburg bildete einen See, aus welchen hie und da isoliert die in der Nähe des Flussbettes gelegenen Hütten und Häuschen sowie Baumgruppen gleich Inselpunkten hervorlugten…“

St.Pöltner Zeitung, 1897

 

Bei dem extremen Hochwasser 1997 wurden Teile zahlreicher Ortschaften entlang der Traisen, darunter das Regierungsviertel der Landeshauptstadt St. Pölten, stark überschwemmt.

 

 

 

Kurz-Zusammenfassung aus Wikipedia

Den ganzen Artikel finden Sie im PDF Format zum Download  HIER

 

 

 

Kuffern:


Das kleine Dorf Kuffern, in der nähe zur Wachau, gehört zu der Gemeinde Statzendorf.
Statzendorf und daher auch Kuffern, sind im Bezirk St. Pölten Land. (Niederösterreich)


Kuffern und Statzendorf liegen im niederösterreichischen Mostviertel. Beim Traisental.
Kuffern ist von Weinbergen umgeben. Folgende größere Orte sind in der Nähe vonKuffernStatzendorf.

Krems, St. Pölten, HerzogenburgTraismauer, Paudorf, Göttweig, Furt an der Donau.


Melk und Tullen, sind mit dem Auto in rund 30 Minuten, von Kuffern aus, erreichbar.

Wien liegt ca.  50 Minuten von Statzendorf oder Kuffern, entfernt.


Kuffern ist auch nicht weit vom Dunkelsteiner Wald entfernt. Bekannt ist Kuffern auch durch den Fund einer keltischen Situla. Ein wertvolles Gefäß. Der Situala von Kuffern. Daher auch der Begriff des Situla Weins aus Kuffern.


Kuffern hat etwas mehr als 300 Einwohner. Dennoch sind viele Betriebe in Kuffern und Statzendorf angesiedelt.

 

 

Wegbeschreibung nach Kuffern - Statzendorf - Niederösterreich - St. Pölten Land

 

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