Ich vererbe künstlerbewerbe
Das blatt am spagat ist glatt wie spinat
Der fisch auf dem tisch ist nicht frisch
Kalt und geladen sind die arkaden
Warm im alkoven der ofen
Hornstein im schornstein
Versunken und trunken die halunken
Willst du mit dem fächer fächeln, musst du wie ein zecher lächeln
Das kind beginnt geschwind wie der wind
Viele spiele sind die ziele
Wart´ ich start´ den smart
Vergessene pflicht hat gewicht am gericht
Ich such´ im buch den fluch
Schmause die jause in der pause
Schmuse mit der frau in der bluse
Flirt´ mit dem herrn im shirt
Hart auf seine art ist sein bart
Im gesicht spricht verzicht
Die stumme ist immer die dumme
Er protzt und glotzt und schmarotzt
Kurz der schurz, das herz voll schmerz
Hinter der stirn in der birn ist das hirn
Gefühle in der kühlen mühle
Unter der decke die kecke zecke
Meister lampe auf der rampe liegt am ohr wie zuvor
Der falott hat den spott
Im sturm hat der wurm an zurn
Zuviel steht am spiel
Die sprach´ von der katz ist wie im sprachschatz ein satz
Al l e, a l l e
Alle meine banken bieten sicherheit ohne schranken
Ich schließe und öffne jedes fach
Und wenn nichts drinnen ist, schlage ich krach
Alle meine schränke sind wie ich gerne denke
Nur voller gold und edelstein
Doch öffne ich die türen, kann es sein, dass ich wein´
Wie liebe ich mein vermögen – wer mag das nicht mögen
Die erben stehen schlange und warten auf mein testament schon lange
Alle meine häuser verdiente ich mir schwer
Erst wollt´ ich sie vermieten, doch keiner wollt´ was bieten
Dann wollt´ ich sie verkaufen, jetzt werde ich sie versaufen
Das geld für meine steuer verdiene ich mir teuer
Doch will ich was von vater staat, sagt er, dass er kein geld mehr hat
Alle meine brüder sind blau – das immer wieder
Wenn ich sage „aufstehen!“ in der früh, gehen sie statt in die arbeit in die knie
Alle meine damen mein geld sie weg mir nahmen
Und jetzt ich tor bin arm wie nie zuvor
Und die moral von der geschicht
Trau der verführung schöner damen nicht
Alle meine freunde sind mir ein lebtag nachgelaufen
Nur einer hat es geschafft mir einen ehering zu kaufen
Alle meine freunde beschützen mich ein leben lang
Täten sie das nicht so wäre mir im leben bang
Alle meine hengste sind mir verwandt aufs engste
Im pferdestall bin ich zuhaus, mein wiehern hält sonst keiner aus
Ich trage hemden von gloriette und benetton
Auch pelze von dior
Und platzt mir mal der kragen
Ziehe ich das fell mir übers ohr
Alle meine hemden sind nicht nur von lemden
Doch von seidensticker eben
Denn wer angibt, der hat mehr vom leben
Alle meine männer sind genies und könner
Soviel gescheitheit hier im haus
Ich nimm´ als einzige frau reißaus
Alle meine motorräder, nein, die hat nicht jeder
Brause ich durch österreich und wien
Rufen alle: „schau, der wilde auf seiner maschin´!“
Alle meine radln, die habe ich gern und auch die madln
Schaue ich einer nach mit schönen wadln
Reiß ich einen stern, fall in den bach und schrei: „au weh, mein radl!“
All die automobile, sie zu besitzen, waren meine schönsten ziele
Doch leider nur ein traum
Ich hatte ein goggomobil, das erschlug ein baum
Zum glück saß ich nicht drin, sonst wäre ich hin
Menschen i m t i e r r e i c h
die wachsame eule in der portierloge sieht alles
dem stillen vogel platzt der kragen
das schweinchen ist heute in das fettnäpfchen getreten
die rabenmutter macht einen kurs in erziehungslehre
die müde mücke geht die wände hoch
das turtelpärchen bricht einen streit vom zaun
die giraffe meint: rutsch´ mir den hals hinunter
die lahme ente macht ein fitnesstraining
ein dickhäuter kann gut auf der faulen haut liegen
zum glück kann die falsche katze nicht leute ausrichten
die dumme gans weiss nicht wann sie ihren schnabel halten soll
die stelzenkrähe belegt einen kurs in nordic walking
das pferd mit der langen mähne hat einen kurzen verstand
die flinke maus will auf allen kirtagen zugleich tanzen
das stinktier duftet, heute gab es ein sonderangebot bei dm
der pavian macht reklame für cosy
das chamäleon wechselt die farbe rascher als männer ihre hemden
und frauen ihre frisur
das tigerauge schaut einer frau ins decoleté
die böse schlange kann ihre zunge nicht im maul halten und sagt:
das ist ja zum aus der haut fahren
der tanzbär geht mit pantoffeln aufs eis tanzen
der vogel strauss macht keine gute politik
so dumm wie ein mensch kann ein esel niemals sein
die freche maus raschelt im kino mit käsechips
der bauer sagt zum senn: deine faulheit geht auf keine kuhhaut
ein liebesbrief mit dem gänsekiel geschrieben heisst:
du dumme gans, ich liebe dich
der jagdhund hat auf der jagd sein herz verloren
jetzt liegt er mit herzinfarkt im spital
das taubenpaar turtelt und wenn sie nicht gestorben sind,
turteln sie noch heute
der klapperstorch weiss manchmal nicht, wann er seinen schnabel halten soll
der hase sagt zum esel: du hast die klugheit nicht mit dem löffen gegessen
der esel antwortet: was du auch sagst, du sagst es ja nur durch die blume
auch jeder unsinn hat einmal ein ende