Ganzheitliche Medizin:
Ganzheitliche Medizin oder Ganzheitsmedizin bezeichnet Konzepte und Methoden im Bereich der Medizin, die die Natur und den kranken Menschen in umfassenden Zusammenhängen betrachten und behandeln. Hinter dem Begriff „ganzheitlich“ stehen unterschiedliche naturphilosophische, religiöse, mystische, esoterische, systemtheoretische, psychosoziale, ökologische oder politische Ideen.
Im Gesundheitswesen machte seit Mitte der 1920er Jahre das Schlagwort von der „Krise der Medizin“ die Runde. Erwin Liek als repräsentativer Fürsprecher für eine „ganzheitliche Medizin“ in dieser Zeit kritisierte „die“ Technik, „die“ Mechanisierung und „die“ Bürokratisierung der Medizin, beschwor eine „Ganzheit von Seele, Geist und Körper“ und fand ein lebhaftes Echo. Auch von angesehenen Vertretern der „Schulmedizin“ wie Ferdinand Sauerbruch oder Ludolf von Krehl wurde die Auffassung vertreten, dass „praktische Heilkunst“ mehr als Naturwissenschaft sein müsse.
Moderne Ansätze ganzheitlicher Medizin:
Von Seiten der wissenschaftlich begründeten Medizin werden Konzepte der Psychosomatischen Medizin gelegentlich als "ganzheitliche Medizin" bezeichnet. Ähnliche Konzepte verfolgt auch die Verstehende Psychologie.
Die Medizinische Kybernetik umfasst die Anwendung systemtheoretischer, nachrichtentheoretischer, konnektionistischer und entscheidungsanalytischer Konzepte für biomedizinische Forschung und klinische Medizin. Das Ziel der medizinischen Systemtheorie ist es, die komplexen Zusammenhänge des physischen Systems und deren spezifische vernetzte Funktionsweise besser zu verstehen. Dabei werden physiologische Dynamiken im gesunden und erkrankten Organismus identifiziert und systemtheoretisch modelliert. Die Medizinische Universität Wien unterhält ein eigenes Institut für Medizinische Kybernetik.
Die neueren Konzepte sehen (etwas verallgemeinert) den Menschen als ein strukturiertes, nach außen offenes System, dessen Teile in wechselseitiger Beziehung zueinander, zur Gesamtheit und zur Außenwelt stehen. Faktoren, die hier einwirken, seien die eigene Person (verstanden als Einheit von Körper, Seele und Geist), die soziale Umwelt (Mitmenschen, Gesellschaft), die natürliche Umwelt (Wasser, Boden, Luft, Klima), die künstliche Umwelt (Technik und Wissenschaften) und Übersinnliches (Religion, Glaube).
Auch in der Medizin und in der Pflegewissenschaft gibt es einen Zustand der ‚Nichtdefinition’ da jede und jeder diesen Begriff anders benutzt oder ihn anders füllt. Da es keine einheitliche Definition gibt, bietet es sich an die ganzheitlichen Theorien in zwei Gruppen zu unterscheiden:
1. in holistische Theorien, welche die Auffassung vertreten, dass die Eigenschaften des Ganzen nicht durch die Eigenschaften der isolierten Teile erklärt werden können und deshalb Ganzheiten zur Erklärung komplexer Systemen herangezogen werden müssen – hier wird der Mensch als 'bio-psycho-soziales Wesen' mit den weiteren Systembestandteilen Umwelt, Geist / Spiritualität und kosmische Energien sowie, entwicklungsspezifische Variablen angesehen und
2. eine eher nüchterne Betrachtung, welche versucht, alle Problembereiche mit all ihren Verknüpfungen zu betrachten und eine einseitige Betonung einzelner Aspekte zu vermeiden. Hier werden alle Möglichkeiten negiert, Menschen in Einzelkomponenten zu unterteilen. So wird davon ausgegangen, dass dem Menschen damit gerecht wird. Alle Kenntnisse unterhalb der Systemebene ‚Mensch’ sind hiernach nutzlos, da damit die Eigenschaften des lebenden Systems 'Mensch' nicht erfasst werden kann. Das Eigentliche des Menschen kann nur begriffen werden, wenn er als nicht-reduzierbare Einheit betrachtet wird. Im medizinischen Sinne bedeutet die zweite, nüchterne Form die umfassende Betreuung aller Aspekte des Krankseins unter Beachtung der Lebensbedingungen des Patienten, seiner Vorstellung zu Krankheit und Gesundheit sowie seiner Wünsche am Behandlungsprozess teilzunehmen oder sich in ihm passiv zu verhalten. Ganzheitlichkeit hat also wesentlich den kranken Patienten, das Kranksein, nicht aber die Krankheit als Ziel der Betreuung. Es wird der Mensch, hier der Patient, mit seinen Vorstellungen, Wünschen und Hoffnungen als Teilnehmer im Betreuungs- und Behandlungsprozess akzeptiert.
Es gibt demnach zwei Richtungen: eine, welche mystische, spirituelle und kosmische Energien einschließt, dabei von einem vorwissenschaftlich, religiös-weltanschaulichen Menschenbild ausgeht und eine, die den Menschen als 'nicht-reduzierbare Einheit' ansieht, welche mit der Umwelt verwoben ist und hierbei sich die Erkenntnisse der Psychologie, Soziologie, Ethnologie oder allgemein der Anthropologie nutzbar macht. Beide Denkrichtungen berufen sich auf die Systemtheorie von Bertalanffy und gehen von der Vorstellung aus, dass der Mensch ein offenes System ist, d.h. ein System, dessen Grenzen zur Umwelt hin durchlässig ist, das auf die Umwelt wirkt und gleichzeitig von ihr beeinflusst ist.
Die Spannbreite ganzheitlicher Therapien ist wie ihr theoretischer Grund äußerst vielfältig. Sie reicht von der Psychosomatischen Medizin über verschiedene alternative Heilmethoden wie die traditionelle chinesische Medizin bis hin zu Modellen, die weit über dies hinausgehen und ein in sich geschlossenes Gedankengebilde darstellen, wie das der Esoterik zugehörige Geistheilen oder das heilen mit Kristallen. Es eint die unterschiedlichen Ausrichtungen der ganzheitlichen Medizin, die den Menschen als Einheit, als vernetztes System zu sehen verspricht, die Sehnsucht nach dem 'Guten, Wahren, Schönen', die Sehnsucht nach einem einheitlichen und geschlossenen Weltbild, nach einer harmonischen Einbettung des Einzelschicksals in einen größeren Zusammenhang, nach Sinn, Wert und Bedeutung des eigenen Lebens.
In der Medizin und in der Pflegewissenschaft lassen sich grob zwei Typen „ganzheitlicher“ Ansätze unterscheiden:
• holistische Theorien, welche die Auffassung vertreten, dass die Eigenschaften des Ganzen nicht durch die Eigenschaften der isolierten Teile erklärt werden können und deshalb Ganzheiten zur Erklärung komplexer Systemen herangezogen werden müssen – hier wird der Mensch als „bio-psycho-soziales Wesen” mit den weiteren „Systembestandteilen (…) Umwelt, Geist / Spiritualität und kosmische Energien sowie (…) entwicklungsspezifischen Variablen” angesehen;
• pragmatischere Betrachtungsweisen, welche versuchen, mehrere Problembereiche mit ihren Verknüpfungen zu sehen und eine einseitige Betonung einzelner Aspekte zu vermeiden. Als Ziel der Betreuung und Behandlung wird „die umfassende Berücksichtigung aller Aspekte des Krankseins unter Beachtung der Lebensbedingungen des Patienten, seiner Vorstellung zu Krankheit und Gesundheit sowie seiner Wünsche am Behandlungsprozess teilzunehmen oder sich in ihm passiv zu verhalten” gefordert. Ganzheitlichkeit habe „also wesentlich den kranken Patienten, das Kranksein” im Blick, nicht in erster Linie „die Krankheit”.
Die Frage nach dem Wesen der Ganzheit und nach dem Verhältnis des Ganzen zu seinen Teilen hat die Philosophie seit der Antike beschäftigt. Die häufig Aristoteles zugeschriebene Aussage „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ wurde so allerdings erst 1890 von dem österreichischen Philosophen Christian von Ehrenfels geprägt.
Mit der Romantik im beginnenden 19. Jahrhundert hatte sich in Deutschland und Frankreich als Gegenbewegung zu den sozialen und kulturellen Auswirkungen der Industrialisierung so etwas wie eine ganzheitliche Bewegung mit einem deutlich anti-aufklärerischen Affekt entwickelt. Die heterogene Gruppe der beteiligten Wissenschaftler und Philosophen fühlte sich von einem Bild der Fragmentierung und des Mechanismus bedroht. Dieses Bild wurde zurückgeführt auf die Gesetze Isaac Newtons, der nach Ansicht der romantischen Wissenschaftler und Philosophen durch diese Gesetze „das Universum voll Farbe, Qualität und Spontaneität, in das er hineingeboren wurde, in das kalte, qualitätslose und unpersönliche Reich eines homogenen und dreidimensionalen Raums verwandelt hatte, in dem die Teilchen der Materie wie Marionetten nach mathematisch berechenbaren Gesetzen tanzten“.
Christian von Ehrenfels verwies dem gegenüber darauf, „dass das, was wir an Phänomenen wahrzunehmen scheinen, nicht die vermeintlich atomistischen Elemente seien, aus denen sie bestehen, sondern ihre Beziehung zueinander, das strukturierte Ganze, in dem sich die Elemente einfügten“. Er machte dies mit einem Beispiel aus der Musik anschaulich: hier würde man ja auch nicht das Wesen einer Melodie erkennen, wenn man die einzelnen Noten sich anschauen würde, sondern erst in der Gesamtheit würde man die Melodie erkennen und hören.
Eine einheitliche Definition von Ganzheitlichkeit wird man vergeblich suchen, da jeder hierzu eine andere, eigene Definition und Beschreibung hat. Somit ist Ganzheitlichkeit exakt das, was jeder einzelne sich hierunter vorstellt.
Die Mehrheit dieser Konzeptionen enthält eine wirkungsvolle Mischung von Heilserwartung und Gekränktheit mit der sie sich gegen eine konkurrierende Weltsicht stellen; diese hat viele Gesichter, aber alle konnten auf einen Nenner gebracht werden und unter einem Namen verdammt werden: 'die Maschine' als Bild allen Negativen. Viele Ganzheitslehren teilen eine Auffassung, nach der der Mensch als ganzheitliches Wesen betrachtet wird; - als ein strukturiertes, nach außen offenes System, dessen Teile in wechselseitiger Beziehung zueinander, zur Gesamtheit und zur Außenwelt stehen. Der Mensch wird als Einheit von Körper, Seele und Psyche angesehen, welche in ständiger Wechselbeziehung zu sich und seiner Umwelt steht. Die Faktoren die hier auf den Menschen einwirken sind: die eigene Person, die soziale Umwelt (Mitmenschen, Gesellschaft), die natürliche Umwelt (Wasser, Boden, Luft, Klima), die künstliche Umwelt (Technik und Wissenschaften) und alles Übersinnliche (Religion, Glaube).
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Geist-Körper-Seele - Ganzheitlich
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Master Choa Kok Sui MCKS GMCKS
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Eine Auflistung finden Sie in meinem „Pranic Healing Wiki Lexikon“.
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Pranic Healing Abgrenzung. Kontakt und AGB Maria Schloemicher.
Pranic Healing Energetische Anwendungen
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