Feinstofflichkeit
Der Begriff Feinstofflichkeit bezeichnet die Vorstellung einer Form von Materie („Feinstoff“), welche feiner und beweglicher vorgestellt wird, als die grobstoffliche Materie, welche die sichtbaren Körper bildet. Der Feinstoff steht damit zwischen Materie und Immateriellem und dient in einigen philosophischen Ansätzen zur Erklärung einer Interaktion zwischen beiden Elementen bzw. der Erklärung immaterieller Phänomene überhaupt. Eine solche Vorstellung findet sich bei einigen antiken Philosophen, insbesondere im Platonismus und teils in dessen Wirkungsgeschichte, teils unabhängig davon, auch in einigen Texten aus dem Kulturbereich der drei monotheistischen Religionen wie u.a. auch des Gnostizismus und der Hermetik, daneben auch in östlichen Religionen, v.a. im Hinduismus; auch in den Naturreligionen Polynesiens existierten ähnliche Vorstellungen.
Zenon von Kition im 3. Jahrhundert v. Chr. kannte bereits die Qualität fein in Bezug auf Materie. Er definierte ein feinstoffliches Feuer πνεύμα (pneuma), das auch als λόγος σπέρματικος (logos spermatikos) bezeichnet wird, und für ihn zugleich geistig als auch materiell war. Dieses nannte er ein „passives materielles Prinzip“, das zum Beispiel den Verstand gestaltet.[2] Auch Eratosthenes und Ptolemaios II. kannten Feinstofflichkeit als Prinzip. Ähnlich zu Platon, der die Unsterblichkeit der Seele im Phaidon mit dem Bild des Seelenwagens erklärte, begründeten beide Philosophen das Fortdauern der Seele aus ihrer feinstofflichen Natur.
Die Annahme eines feinstofflichen Elements dient in dieser Tradition dazu, die Vermittlung zwischen Materie und Immateriellem sowie besondere Eigenschaften von Geist und Seele, insb. deren Unsterblichkeit, zu erklären, ohne bewährte atomistische naturphilosophische Voraussetzungen aufgeben zu müssen. Diese Ansicht war jedoch nicht unumstritten. Im zweiten Jahrhundert nach Christus behaupteten Attikos und Albinus die Körperlichkeit der Seele und ihre Sterblichkeit.[3] Auch zwischen Numenios, der an feinstoffliche Seelen glaubte, und Alexander von Aphrodisias, der dies ablehnte, entspann sich hierüber ein Streit.[3] Im 3. Jahrhundert n. Chr. systematisierte der Neuplatoniker Porphyrios die älteren Vorstellungen zu einer in sich konsistenten Theorie.
Das Prinzip der Feinstofflichkeit tritt in der Zeit der Kirchenväter, vor allem im 3. Jahrhundert n. Chr., wieder auf. Tertullian behauptete in seiner Traduzianismus genannten Lehre, dass die Seele aus feinstofflichem Seelensamen (semen animae) zusammengesetzt sei, wohingegen der Körper aus grobstofflichem Körpersamen (semen corporis) bestehe.[4] Er warnte sogar ausdrücklich davor, der Seele wegen ihrer feinstofflichen Natur ihre Körperlichkeit abzuerkennen.[5] Nach ihm wirken beide Samen wie der Lehm und der Anhauch Gottes zusammen, aus dem Adam geschaffen wurde.[6] Kern der Theorie war die Lehre, dass die menschliche Seele aus den Seelen der Eltern – bei Tertullian nur der Seele des Vaters – übertragen wird (lateinisch traducere). Dies erkläre schlüssig die Infektion der Menschheit durch die Erbsünde.
Im deutschen Idealismus wird eine weitergehende Konzeption feinstofflicher Materie u.a. von Johann Heinrich Jung-Stilling wieder aufgegriffen. Für ihn gilt der Mensch als dreigegliedert in einen materiellen Leib, den schlechthin immateriellen Geist und einen feinstofflichen Ätherleib als Seelenvehikel.[3]
Die Idee des feinstofflichen Ätherleibs wurde in der Spiritistik, Theosophie und Anthroposophie weiterverfolgt, nicht aber in der akademischen Philosophie.
Eine Technik, die feinstoffliche Phänomene sichtbar machen soll, ist die von Semjon und Valentina Kirlian entwickelte Kirlianfotografie. Einige wenige Esoteriker und Alternativmediziner behaupten, die Koronaentladungen auf den Bildern zeigten die feinstoffliche Aura der abgebildeten Materie. Auch die Radiästhesie oder Radionik versucht feinstoffliche Phänomene messbar zu machen.
In der Huna-Lehre wird postuliert, dass die gesamte reale Welt von einer feinstofflichen „Aka“ genannten Substanz durchdrungen sei. Aus dieser Aka-Substanz soll eine feinstoffliche Matrix, der sogenannte Schattenkörper bestehen, der wie eine Blaupause jede konkrete Erscheinung abbilde. Dies gelte dabei nicht nur für die physische Erscheinung der Dinge, sondern ebenso für flüchtige Erscheinungen, wie zum Beispiel menschliche Gedanken und Gefühle. Verändere sich nun diese Matrix, dann verändere sich auch die Realität.
Charles Robert Richet erklärte Ende des 19. Jahrhunderts, dass ein feinstoffliches Ektoplasma existiere, das von Medien während der Kontaktaufnahme mit übernatürlichen Wesenheiten abgesondert werde. Dabei handele es sich um Materialisationen von Geistern. Solche Phänomene wurden zwar fotografiert, sind aber nicht wissenschaftlich erklärt oder anerkannt.
Auch in Teilen der Alternativmedizin sind feinstoffliche Vorstellungen verbreitet. Vertreter der Homöopathiebewegung und vor allem der Bach-Blütentherapie berufen sich auf nicht messbare feinstoffliche Inhalte der verfügbaren Medikamente oder Essenzen. Diese feinstofflichen Inhaltsstoffe sollen direkt auf die Seele wirken können. Bei der Klangmassage sollen feinstoffliche Blockaden gelöst werden. Auch in der ayurvedischen Ernährungslehre existiert eine Ojas genannte feinstoffliche Substanz. Hinweise auf eine überplaceboide medizinische Wirksamkeit dieser Therapien gibt es nicht.
Etliche meiner Beschreibungen, oder Teile davon, sind Wikipedia
oder anderen Quellen entnommen. Ich habe diese Artikel verändert,
gekürzt, kombiniert oder erweitert um den Zusammenhang zur
Gesundheit, Pflege, Energetik/Energethik, energetischen Anwendungen,
Pranic Healing / Prana Heilung, Spiritualität, Esoterik oder Huna Vita herzustellen.
Um keine Urheberrechte zu verletzen, stelle ich die Artikel in ihrem ganzen Umfang,
mit allen Quellangaben,im PDF Format zur Verfügung.
„Pranic Healing – Prana Heilung - PDF Ablage“
Eine Auflistung finden Sie in meinem „Pranic Healing Wiki Lexikon“.
Pranic Healing Angebote. Siehe auch: Pranic Healing Infos, Startseite,
Pranic Healing Abgrenzung. Kontakt und AGB Maria Schloemicher.
Angebote, Beschreibungen und Informationen, finden Sie unter diesen Links:
Wann sollten Sie zu mir kommen?
Pflege - Stress Burn-Out
Schule Pubertät Kinder
Informationsgespräch, Beratungsgespräch
Energetik
Pranic Healing - Pranic Healing Wellness
Was ist Pranic Healing - Pranic Healing Information
Pranic Healing Beschreibung - Energetische Anwendungen
Pranic Healing Angebot - Energetische Reinigung
Pranic Healing Begriffe - Pranic Heilung
Pranic Healing - Prana Heilung
Link zu meiner Pranic Healing Startseite. - Link zu meinen Pranic Healing Angeboten.
Link zu Pranic Healing Beschreibungen.
Im Pranic Healing "Lexikon" finden Sie einige Beschreibungen rund um Pranic Healing.
Erlauben Sie mir, Ihnen einige Pranic Healing Beschreibungen, vorzustellen:
Meditation allgemein, Benson Meditation, Meditation
Chakra, Meridiane, MCKS, Geist-Körper-Seele, Ganzheitlich, Resonaz, Feinstofflich,
Aura, Prana, Lebenskraft , Huna-Vita, Huna-Vita-Info, Huna-Vita-Lichtkreis
Informationen zu Maria Schlömicher und Kuffern, Statzendorf in Niederösterreich, finden Sie hier.