STRESS
Stress entsteht in erster Linie durch bestimmte Lebensbedingungen.
Im Gegenteil zum Wetter entsteht Stress immer in unserem Kopf und nirgendwo anders.
Vier von fünf Menschen bekannten bei einer Repräsentativumfrage: "Ich bin gestresst." Stress verursacht Kopfschmerzen, Angst lässt das Herz schneller schlagen, Ärger drückt wieder auf den Magen. Stress ist ein unvermeidlicher Teil des Lebens.
Stress an sich ist an sich keine Krankheit. Dauert die Arbeitsüberlastung oder Überforderung jedoch über längere Zeit an, kann Stress zu geistigen und seelischen Erkrankungen führen.
Stress ist ein biologischer Prozess der beim Körper Veränderungen hervorruft um den durch verschiedene Einflüsse erhöhte Ansprüche zu bewältigen.
Stress ist überwiegend selbst erzeugt.
Für meinen Stress bin in erster Linie ich selbst verantwortlich.
Viel Arbeit, bedeutet noch lange nicht Stress. Wenn Sie eine schwere Aufgabe gelöst haben, sind Sie mit sich zufrieden. Stress entsteht angesichts von unbewältigten Aufgaben, aus Angst vor dem was getan werden muss bzw. dem Gefühl es nicht zu schaffen. Auch Nichtstun kann zu Stress führen.
Stress ist ein biochemischer Vorgang, der nur im Kopf stattfindet, wird hervorgerufen durch die Angst etwas nicht schaffen zu können. Stress wird nicht von jemand anderen hervorgerufen sondern immer nur von der gestressten Person selbst.
Stress (engl.: Druck, Anspannung; lat.: stringere: anspannen) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physiologische Reaktionen bei Tieren und Menschen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.
Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung eines Tieres mit einer akuten Gefahrsituation, zum Beispiel der Begegnung mit einem Fressfeind oder einem innerartlichen Aggressor oder einer physischen Gefahr wie Waldbrand etc. Das Tier muss dann in erhöhter Handlungsbereitschaft sein, was sowohl die Bereitschaft seiner Muskulatur und des Kreislaufs betrifft als auch seine zentralnervöse Aufmerksamkeit und Entscheidungsbereitschaft. Deshalb löst z. B. die Ausschüttung des Nebennierenhormons Adrenalin eine vegetative Wirkungskette aus, die letztlich den Blutdruck und den Blutzucker sowie den allgemeinen Muskeltonus erhöht.
Definition: Eine Stressreaktion ist ein subjektiver Zustand, der aus der Befürchtung entsteht, dass eine starkaversive, zeitlich nahe und subjektiv lang andauernde Situation wahrscheinlich nicht vermieden werden kann. Dabei erwartet die Person, dass sie nicht in der Lage ist, die Situation zu beeinflussen oder durch Einsatz von Ressourcen zu bewältigen.
Unter Stress versteht man somit die Beanspruchung (Auswirkung der Belastungen auf den Menschen) durch Belastungen (Objektive, von außen her auf den Menschen einwirkende Größen und Faktoren). Diese können z. B. physikalischer Natur sein (Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc.) oder toxische Substanzen (z. B. Rauch stresst den menschlichen Körper). Auch psychische Belastungen sowie bestimmte eigene Einstellungen, Erwartungshaltungen und Befürchtungen können auf emotionaler Ebene Stressoren sein. Stress ist also die Anpassung des Körpers an diese Stressoren, bzw. seine Reaktion auf Diese.
Verschiedene Stresstheorien haben versucht, den Zusammenhang zwischen Stressoren und Stressreaktion darzustellen. Die Modelle sind mit wachsendem Erkenntnisstand zunehmend komplexer geworden. In mancher Hinsicht stellen sie einfach verschiedene Definitionsversuche des weitläufigen Begriffskomplexes „Stress“ dar. Beispielhaft können benannt werden:
• Notfallreaktion nach Walter Cannon (1914, 1932) (Hauptartikel: Fight-or-flight): Nach diesem Modell reagiert der Körper blitzartig durch die Herstellung einer „Flucht oder Angriffsbereitschaft“. Siehe oben unter Zoologische Grundlagen.
• Allgemeines Anpassungssyndrom nach Hans Selye (1936): Dieses Modell ist das ursprüngliche Stresskonzept. Es stellt die Folgen punktuellen und chronischen Stresses dar. Mit Wahrnehmung eines (jeden) Stressors folgt eine Anpassungsreaktion. Nachgewiesen wurde, dass auf jede Anspannung- eine Entspannungsphase folgen muss, da nur bei ausreichender Erholung ein gleichbleibendes Niveau zwischen Ruhe und Erregung gehalten werden kann. Folgen in kurzen Abständen weitere Stressoren, wächst das Erregungsniveau weiter an.
• Stressmodell von Henry: Dieses Modell unterscheidet spezifische physiologische Reaktionen je nach Stresssituation: Furcht (Flucht) führt zu Adrenalinanstieg; Ärger (Kampf) zu Noradrenalin- und Testosteronanstieg; Depression (Kontrollverlust, Unterordnung) zu Cortisolanstieg und Testosteronabfall.[1]
• Transaktionales (oder kognitives) Stressmodell nach Lazarus (1974) (Hauptartikel: Stressmodell von Lazarus): Zusätzlich zu den oben genannten Modellen werden persönliche Bewertungsebenen eingefügt. Demnach wird Stress wesentlich von kognitiven Bewertungsprozessen mit bestimmt. Stress ist damit eine Interaktion zwischen der (individuellen) Person und der Umwelt. Es wurde nachgewiesen, dass Stress durch Einstellung und Erfahrung beeinflussbar ist.
• Theorie der Ressourcenerhaltung nach Stevan Hobfoll (1988, 1998; Hobfoll & Buchwald, 2004) (Hauptartikel: Theorie der Ressourcenerhaltung): Die Theorie der Ressourcenerhaltung ermöglicht ein umfassenderes und stärker an den sozialen Kontext gebundenes Verständnis von Stress. Zentrale Annahme ist, dass Menschen ihre eigenen Ressourcen schützen wollen und danach streben, Neue aufzubauen.
Stress wird als eine Reaktion auf die Umwelt definiert,
in der der Verlust von Ressourcen droht,
der tatsächliche Verlust von Ressourcen eintritt und/oder
der adäquate Zugewinn von Ressourcen nach einer Ressourceninvestition versagt bleibt im Sinne einer Fehlinvestition.
Zu den schwer wiegenden Lebensereignissen, die bei Menschen Stress auslösen, gehören insbesondere:
• der Tod eines nahen Familienangehörigen und
• Scheidung.
Weitere Stressfaktoren sind
• chronische Konflikte in der Paarbeziehung
• Zeitmangel, Termindruck
• Lärm
• Geldmangel, Armut, Schulden, Überschuldung
• fehlende Gestaltungsmöglichkeiten, mangelndes Interesse am Beruf und in der Freizeit
• große Verantwortung
• Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing in der Schule
• Schichtarbeit (bewirkt eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus und gesundheitliche Probleme)
• Ständige Konzentration auf die Arbeit (zum Beispiel bei Fließbandarbeit)
• Angst, nicht zu genügen
• Perfektionismus (überhöhte Ansprüche an sich selbst und an andere)
• Soziale Isolation, Verachtung und Vernachlässigung
• Schlafentzug
• Reizüberflutung
• Krankheiten und Schmerzen, eigene und die von Angehörigen
• Seelische Probleme, unterschwellige Konflikte
• Schwerwiegende Ereignisse (beispielsweise ein Wohnungseinbruch, eine Operation, eine Prüfung)
• auch (unausgleichbare) Unterforderung, Langeweile und Lethargie
• Überforderung durch neue technische Entwicklungen (Technostress)
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